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Physikalische Therapie

Stoßwellentherapie

Eine Stoßwelle ist eine hoch energetische Schallwelle. Sie breitet sich in ihrer Umgebung aus und versetzt sie dabei in Schwingungen. Stoßwellen findet man auch im Alltag, so z. B. bei der Explosion eines Feuerwerkskörpers.

Zunächst wurde die Stoßwellentherapie in der Urologie angewendet, wo sie seit den 80er Jahren zur schonenden und nicht operativen Zerkleinerung von Nieren- und Blasensteinen eingesetzt wird. Erste Erfahrungen im orthopädischen Bereich gab es Ende der 80er Jahre. Mittlerweile hat sich die Stoßwelle für eine Vielzahl orthopädischer Erkrankungen bewährt. Nicht selten kann damit eine Operation vermieden werden. Da die Stoßwellen von außen in den Körper einwirken, spricht man von extrakorporaler Stoßwellentherapie (ESWT).

Unterschieden werden zwei Arten der ESWT.

Fokussierte Stoßwelle:
Sie erreicht hohe Energiedichten und beeinflusst die Körperoberfläche wenig. Die Eindringtiefe kann den individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Der extrem schnelle Anstieg der Druckamplitude bewirkt molekulare Veränderungen an den Zellen. So ändert sich z. B. die Durchlässigkeit der Zellmembran für verschiedene Substanzen, was zu einer Entzündungshemmung führt.
Notwendig sind in der Regel 3 Behandlungen unter lokaler Betäubung von ca. 10-minütiger Dauer in einem Intervall von 3 bis 4 Wochen.

Radiale Stoßwelle:
Sie ist eine Druckwelle mit langsam ansteigender Druckamplitude. Sie weist nur eine geringe Eindringtiefe auf und wird im Gewebe sehr schnell wieder abgeschwächt. Daher wirkt sie vor allem an der Oberfläche und ist damit u.a. gut geeignet zur Behandlung muskulärer Verspannungen.
Durchgeführt werden im Regelfall fünf 10-minütige Behandlungen ohne lokale Betäubung, die einmal pro Woche stattfinden.

Die Anwendung der Stoßwelle setzt eine gründliche Diagnostik voraus. Die Behandlung erfolgt, nachdem der krankhafte Bereich durch Ultraschall lokalisiert wurde. Der Schallkopf des Stoßwellengerätes wird exakt auf die betroffene Region gerichtet. Während der Behandlung sind die Stoßwellen deutlich spürbar, verursachen jedoch keine Schmerzen.

Indikationen für die Stoßwellentherapie

  • Gelenkschmerzen
    – steife Schulter
    – Kalkschulter
    – Gelenkverschleiß
  • Beschwerden an der Muskulatur
    – chronische Verspannungen
    – Verletzungsfolgen
    – myofasziale Schmerzen
  • Sehnenreizungen
    – Rotatorenmanschetten-Syndrom
    – Tennisarm / Golferellenbogen
    – Achillessehnenreizung
    – Fernsensporn
    – Adduktorenreizung
    – Reizung der Kniescheibensehne

Therapeutischer Ultraschall

Der Ultraschall lässt sich nicht nur als bildgebendes Verfahren im Rahmen der Diagnostik  einsetzen. Die hochfrequenten Schallwellen können auch zur begleitenden Behandlung schmerzhafter Beschwerden des Bewegungsapparates genutzt werden.

Ultraschallwellen können nicht über die Luft, sondern ausschließlich über direkten Hautkontakt in die zu behandelnden Körperzonen weitergeleitet werden. Dazu ist ein flüssiges Medium (Gel) notwendig. Der Schallkopf ist mit dem Ultraschallgerät verbunden, welches die Wellen aussendet. Er wird vorsichtig über die jeweilige Körperpartie geführt und leitet die Schallwellen so direkt über die Haut in den Körper. Durch ihre physikalischen Eigenschaften durchdringen die Ultraschallwellen Haut, Unterhautbindegewebe, Fettschichten und Muskulatur, ohne dabei viel Energie zu verlieren. Da die Knochen die Schallwellen stärker reflektieren, entsteht an den Knochengrenzen Wärme, die die therapeutische Wirkung ausmacht. Der Anstieg der Temperatur im Gewebe fördert die örtliche Durchblutung und den Stoffwechsel. Zudem wird die Gewebespannung herabgesetzt. Diese Effekte können verspannte Muskeln lockern und Schmerzen lindern.

Indikationen für die Ultraschalltherapie

  • akute Verletzungen wie Verstauchungen oder Prellungen
  • hartnäckige Muskelverspannungen
  • rheumatische Erkrankungen
  • Arthrose im Knie- oder Hüftgelenk
  • Verschleißerscheinungen der Wirbelsäule
  • Tennisarm
Ultraschall dr. Thieme

Magnetfeldtherapie

Physikalische Grundlage der Magnetfeldtherapie ist die Tatsache, dass alle Zellen elektrisch geladene Teilchen enthalten. Somit verhält sich jede Zelle wie ein kleiner Magnet. Bei Verletzungen oder Entzündungen verändert sich die Ausrichtung dieser Teilchen. Durch die Impulse aus dem Magnetfeld, die tief in das Körpergewebe eindringen, werden sie wieder in eine gesunde Richtung gelenkt. So lässt sich eine vorliegende Störung normalisieren.

Bei der Behandlung liegt der Patient auf einer Magnetfeldmatte. Das Magnetfeld selbst ist nicht spürbar. Durch die Anregung der Durchblutung kann es jedoch zu leichtem Kribbeln, Wärmegefühl oder verstärktem Herzklopfen kommen. Die Therapie dauert ca. 20 Minuten und wird in der Regel zwischen 5 und 10 Mal durchgeführt. Ausgehend von den individuellen Beschwerden werden Magnetfrequenz und Feldstärke während der Sitzung individuell angepasst.

Die Magnetfeldtherapie zählt zu den regulativen Therapien und ist somit keine schulmedizinische typische Regelbehandlung. Sie wird in Kombination mit bzw. ergänzend zu anderen medizinischen Verfahren angewendet.

Indikationen für die Magnetfeldtherapie

  • Arthrose
  • Osteoporose
  • rheumatische Erkrankungen
  • Rückenschmerzen
  • Verspannungen
  • Sportverletzungen
  • Knochenbrüche
  • Kopfschmerzen und Migräne
  • chronische Schmerzen

Lasertherapie

Der Laser ist ein stark gebündelter Lichtstrahl, der im therapeutischen Bereich zum Einsatz kommt. Die hohe Lichtintensität des Lasers durchdringt jede Materie, wodurch auch tief gelegene Gewebeschichten stimuliert werden. Durch die gezielte und absolut schmerzlose Bestrahlung werden die Stoffwechselvorgänge in den Zellen aktiviert und so die Selbstheilungskräfte des Körpers angeregt. Die Lasertherapie fördert Entzündungshemmung, Abschwellung, Gewebeheilung sowie Schmerzdämpfung. Sie zählt zu den regulativen Therapien und ist somit keine schulmedizinische typische Regelbehandlung.

Zum Einsatz kommt ein Therapielaser, der über zwei verschiedene Wellenlängen verfügt um unterschiedliche Eindringtiefen in das zu behandelnde Gewebe zu erreichen. Je nach Erkrankung sind fünf bis zehn Behandlungen notwendig, die ein- bis zweimal wöchentlich in der Praxis durchgeführt werden.

Indikationen für die Lasertherapie

  • Arthrose (Gelenkverschleiß)
  • Arthritis (Gelenkentzündung)
  • Sehnenüberlastung (z. B. Tennisarm, Golferellenbogen)
  • Sehnenentzündungen
  • Muskelverspannungen
  • Rückenschmerzen
  • Wirbelsäulenprobleme
  • Verletzungen (z. B. Verstauchungen, Prellungen, Blutergüsse)
  • Fersensporn
  • Schleimbeutelentzündungen
Lasertherapie Dr. Thieme